Zusatz über Antisemitismus zum Text „Anleitung zum Kampf“

Der Faschismus, diese moderne Barbarei, hat sein Zerstörungswerk stets mit einer auch für „die Linke“ immer noch so furchtbar eingängigen Agitation des Anti-Imperialismus getan, und dieser ist ebenso regelmäßig antiamerikanistisch und antisemitisch zugespitzt auf das Hassobjekt „USrael“: das steht genau für die beiden noch am besten bewaffneten Verkörperungen der fortgeschrittensten bürgerlich-demokratischen Moderne in der Welt. Diese zivilgesellschaftlichen Mächte sollen also vom Erdboden vertilgt werden – wie „das Jahr 1789“ ! Stattdessen soll die Menschheit gewaltsam in “die Rückkehr“ gezwungen werden: zurück in „das Reich“ des Kyffhäusers und der innerlich-deutschen Urwälder oder in die „Umma“ des Kalifen in der geistigen Wüstenlandschaft des Propheten. Freilich sollen beide rückwärtsgekehrten Utopien mindest ebenso fit technologisch modernisiert werden wie die bürgerlich-kapitalistische Produktionsweise, die diese Ausrüstung hervorgebracht hat und der ihr unstillbarer Neidhass gilt. Der moderne Antisemitismus ist dabei das einzig Moderne an der deutschen Ideologie und der islamistischen Ideologie, er verbindet den ursprünglich christlich-germanischen und den ursprünglich islamisch-arabischen Judenhass. Nachdem der nationalsozialistische deutsche Antisemitismus längst in die islamisch-arabische Region importiert worden ist, sodass „Die Protokolle der Weisen von Zion“ und Hitlers „Mein Kampf“ heute Spitzenbestseller der islamischen Weltliteratur und feste Bestandteile des Parteiprogramms einer „Befreiungsbewegung“ wie der HAMAS sind, verschränken sich auch in Good Old Europe, das sich seines „eurozentristischen“ Aufklärungs-Universalismus zu schämen begonnen hat – wenn es sich schon nicht besonders seiner kolonialistischen und kapitalistischen Weltaufteilungs- und Vernichtungskriege schämt sondern diese „erinnerungspolitisch“ hervorragend in sein Herrschafts-Design einzubauen versteht – okzidentaler und orientaler Neuer Antisemitismus immer inniger. „Allahs Sonne über dem Abendland“ verbrennt zunehmend die Herzen und Hirne in der kulturrelativistisch-multikulturalistisch getünchten Festung Europa, in der die honorigen BürgerInnen aus dem Schatten der Aufklärung mit ihrer unangenehmen Dialektik endlich ganz heraustreten möchten – ins warme Licht des „Antisemitismus der Vernunft“, wo die Juden nun einmal endlich tot zu sein haben und infolge der Endlösung nun die antijüdischen Gläubigen („die Muslime“) und antizionistischen Militanten („die Palästinenser“) zu den „Juden von heute“ erklärt werden.

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