Руководство к борьбе – The working class has its own foreign policy

Wir bedanken uns herzlich für die Übersetzung des Textes Anleitung zum Kampf – The working class has its own foreign policy ins Russische:

http://liberadio.noblogs.org/?p=1465

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Was von den Wobblies übrig geblieben ist – Von der Wirklichkeit des Klassenkampfs zur Spektakelfarce

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[Dieser Text entstand nach einer Veranstaltung über Streiks mit einem Referenten der IWW in der „Libelle“ in Leipzig am 5.12.2014, veranstaltet von der Anarchosyndikalistischen Jugend. Im ersten Teil wird kurz eingeführt, was die IWW war. Der zweite Teil enthält eine Polemik über die heutigen Wobblies, anhand der Kritik des auf der Veranstaltung gehaltenen Referats.]

I. Die „historische“ IWW

TheGreatTextileStrikeof1912

Die Arbeiter_innen müssen Klassenkampf führen – zuerst um den Missbrauch ihrer Arbeitskraft durch das Kapital zu beschränken, letztendlich um das Kapital und die Klassenunterschiede überhaupt aufzuheben. Darum haben sich die Industrial Workers of the World (IWW) in ihrer Zeit (von 1905 bis in die 20er Jahre) verdient gemacht, als sie bis zu 100.000 Mitglieder zählten und noch weit mehr in den Konflikt mit der besitzenden Klasse geführt haben. Als One Big Union hatte sie den Anspruch, auf lange Sicht die Arbeiter_innen aller Länder zu vereinigen, ohne Ansehen ihrer Nationalität oder konkreten Stellung in der kapitalistischen Arbeitsteilung (wie es etwa bei Spartengewerkschaften der Fall ist). In den USA organisierten sich in der IWW vor allem die mobilen Teile des Proletariats, die Hobos, Wanderarbeiter_innen und migrantische Arbeiter_innen, aber auch Frauen und Arbeitslose. Die Klassenkämpfe wurden mit großer Härte und Gewalt geführt; oft kam es zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen den Streikenden und den angeheuerten Truppen der Kapitalseite. Die Geschichte dieser Kämpfe, die an Quantität und militanter Qualität wahrscheinlich die in Europa übertreffen, sind hier aber nur wenig bekannt. Wer weiß z.B., dass es 1919 in Seattle einen Arbeiterrat gegeben hat?

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Materialien für eine historisch-materialistische Kritik des Islam I

[Es handelt sich hier um zwei Auszüge aus dem Buch „Die Religion in der Geschichte der Völker“ (Pahl-Rugenstein Verlag 1978) des sowjetischen Religionswissenschaftlers Sergei Alexandrowitsch Tokarew. Mehr über die vom Anspruch her wissenschaftlich-kommunistische Erforschung des Islam in der frühen Sowjetunion kann man hier nachlesen: http://en.wikipedia.org/wiki/Soviet_Orientalist_studies_in_Islam ]

„In Arabien lebten von jeher semitische Stämme, die Vorfahren der heutigen Araber. Manche dieser Stämme hatten sich in Oasen und in Städten angesiedelt, wo sie Ackerbau, Gewerbe und Handel betrieben, während andere in den Steppen und Wüsten nomadisierten und hier Kamele, Pferde, Schafe und Ziegen züchteten. Wirtschaftlich und kulturelle war Arabien mit den Nachbarländern Mesopotamien, Syrien, Palästina, Ägypten und Äthiopien verbunden. Die Handelswege zwischen diesen Ländern verliefen durch Arabien. Ein wichtiger Knotenpunkt der Handelsstraßen war die Oasenstadt Mekka, nicht weit von der Küste des roten Meeres. Die Sippenaristokratie des hier lebenden Stammes Kuraisch zog aus dem Handel hohe Profite. In Mekka befand sich auch das religiöse Zentrum aller Araber, die Kaaba, in der die heiligen Bildwerke und die Kulturutensilien der verschiedenen Araberstämme aufbewahrt wurden.

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